Augmented Reality in der Nanotechnologie

Augmented Reality in der NanotechnologieErweiterte Realität – Was soll das denn sein? Nein keine Angst hier werden keine bewusstseinserweiternde Drogen vorgestellt, sondern ein neuer Weg sich Dinge begreiflicher zu machen oder eben die Realität mit zusätzlichen Informationen anzureichern und – das ist ganz wichtig für die Definition – mit dieser zum Teil virtuellen Realität zu interagieren.

Augmented Reality – schon ein einfaches Fernrohr könnte man als Vorläufer der erweiterten Realität betrachten. Während man durch das Rohr schaut, rücken die Kilometer weit entfernten Alpen in direkte Reichweite. Wenn nun in das Sichtfeld des Fernglases noch computerunterstützt die Namen der Alpengipfel eingeblendet würden, dann hätten wir ein kleines Beispiel für Augmented Reality.Viel aufregender ist allerdings der Sektor der Augmented Reality der sich mit der Nanotechnologie vermählt hat. Was in diesem Bereich geschieht ist – um mit Mister Spock zu sprechen – faszinierend.

Obwohl sich dieses Forschungsgebiet gerade erst entwickelt ist schon abzusehen das die Welt wieder einmal vor einem technologischen Wandel steht. Wenn es zum Beispiel nach den Nano-Tüftlern von Nokia geht sollen alle Funktionen eines Handy in Zukunft in einer Brille untergebracht werden können. Solche Brillen werden mit Hilfe von Nanotechnologie realisiert und vereinigt alle Funktionen die ein modernes Handy mit Internetzugang bietet. Trägt man eine solche Brille bei einem Rundgang durch eine unbekannte Stadt, können alle relevanten Informationen halb transparent in die Gläser der Brille, oder direkt auf die Netzhaut projiziert werden. Wie hoch ist das Gebäude vor dem ich stehe? Was ist es für ein Gebäude? Wie komme ich zum nächsten Zielpunkt meines Rundgangs?

Alle informationstechnischen Möglichkeiten des Internets werden angeboten. Zugegeben noch ist die Forschung am Anfang und noch sind nicht alle Fragen einer problemlosen Bedienung optimal gelöst. Zum Beispiel hapert es immer noch ein wenig bei der Eingabe von Informationen. Tastatur, Sprachsteuerung oder Steuerung mittels der Pupille – das alles sind noch offene Fragen an denen aber mit Hochdruck gearbeitet wird. Oder wie wäre es, als sehr anschauliches Beispiel für das Zusammenspiel von Augmented Reality und Nanotechnologie denn mit einer Jacke die zum Beispiel wenn die Sonne scheint ein Handy aufladen kann? Oder die, je nach Tageslicht, als Sicherheitsregenjacke die Farbe von Dunkel nach Hell wechseln kann. Alles Möglichkeiten und nur ein winziger Ausschnitt davon, denn schon träumen die Mediziner davon, mit Nano-Chirurgen und Augmented Reality im Gehirn zu Tumoren vorzudringen und sie mit winzigen molekülgrößen Skalpellen zu operieren.

Nur vor einem sollte man sich bei aller erlaubten Euphorie hüten. Es werden sich auch Risiken ergeben, wie bei allem was aus Menschenhand kommt. Schon wird die Frage diskutiert wie sich die molekülgroßen Nanopartikel im menschlichen Körper verhalten wenn sie eingeatmet werden? Werden sie das Asbest der nächsten 100 Jahre? Also sollte auch die Forschung an den Risiken der neuen Technologie mit dem gleichen Nachdruck erfolgen.

 

Bild: Gerd Altmann / pixelio.de